Das Netzwerk politik|atelier e.V. hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2013 zu einer Plattform für die Umsetzung von Projektideen im gesellschaftlichen und interkulturellen Bereich entwickelt. Schwerpunkte unseres Engagements sind dabei die (entwicklungs-)politische Bildung und die Förderung des interkulturellen Austausches. An dieser Stelle informieren wir über aktuelle Entwicklungen und Termine. Weitere Informationen zum Verein gibt es hier.
Am Donnerstag, den 9. Juli hat das Bonner Netzwerk für Entwicklung im Gustav-Stresemann-Institut 15-jähriges Jubiläum gefeiert. Neben einem kurzen Rückblick standen für die knapp 100 Gäste vor allem Gegenwart und Zukunft entwicklungspolitischen Engagements im Fokus.
Seit seiner Gründung 2011 vereint das Bonner Netzwerk für Entwicklung unterschiedliche Akteure aus Zivilgesellschaft, Kommune, Kirche und Wirtschaft in ihrem Engagement für nachhaltige Entwicklung und fungiert als wichtige Schnittstelle für lokale Vernetzung und Zusammenarbeit. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens luden das Netzwerk politik|atelier e.V. als Träger der Koordinationsstelle in Kooperation mit dem Gustav-Stresemann-Institut vergangenen Donnerstag zu einer Netzwerk- und Diskussionsveranstaltung.
Obgleich die Entwicklung des Verbands mit inzwischen 100 Mitgliedsorganisationen eine Erfolgsgeschichte ist, lag der thematische Schwerpunkt des Abends nicht auf der Vergangenheit: „Angesichts
aktueller und bevorstehender Herausforderungen wollen wir uns nicht zu sehr auf unseren Lorbeeren ausruhen“, erklärte Koordinator Julian Karsunky gleich zu Beginn der Veranstaltung. „Lassen Sie uns die Gelegenheit stattdessen für eine Positionsbestimmung nutzen,
damit unsere gemeinsame Arbeit auch in den kommenden Jahren Früchte trägt.“
Einen Überblick über die geänderten Rahmenbedingungen in der globalen Entwicklungspolitik lieferte zunächst die Keynote von Prof. Dr. Stephan Klingebiel vom Bonner Institute for Development and Sustainability (IDOS). Seine pointierte Analyse beleuchtete geopolitische Interessen, das neue Selbstbewusstsein in Länder des „Globalen Südens“ und skizzierte mögliche Szenarien multilateraler Zusammenarbeit.
Im Anschluss diskutierte ein hochkarätig besetztes Panel zusammen mit dem Publikum die Auswirkungen einer derart komplexen Weltlage und den Umgang damit auf lokaler Ebene. Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Kommunal-verwaltung und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ent-wicklung (BMZ) betonten die Bedeutung von Netzwerkarbeit, berieten über strategische Delegitimierung und gaben Impulse zur Gestaltung transformativer Räume.
Der Einladung für weiteren Austausch beim feierlichen Empfang folgten die knapp 100 Gäste gerne und ließen den Abend bei sommerlichen Temperaturen entspannt ausklingen. „Unser Dank gilt den
vielen Menschen, deren leidenschaftlicher Einsatz für die gemeinsame Sache das Bonner Netzwerk für Entwicklung in den vergangenen 15 Jahren zu einer lebendigen und agilen Struktur hat wachsen
lassen“, resümiert Julian Karsunky. „Der heutige Abend hat gezeigt, dass der Bedarf für unsere Arbeit ungebrochen hoch ist. Lassen Sie uns also auch in Zukunft gemeinsam einstehen für eine
nachhaltigere und gerechtere Welt.“
Nach drei Jahren als Eine-Welt-Regionalpromotorin verlässt uns unsere Mitarbeiterin und Kollegin Vanessa Püllen zum 1. Juli. In dieser Zeit hat sie die Stelle durch unermüdlichen und leidenschaftlichen Einsatz geprägt und inhaltlich und strukturell konsequent weiterentwickelt – allen voran das Bonner Netzwerk für Entwicklung, welches unter ihrer Führung auf stolze 99 Mitgliedsorganisationen angewachsen ist. Mit kompetenter Beratung, Kreativität und immenser Hilfsbereitschaft hat sie seit 2022 nicht nur zahlreiche lokale Initiativen und Vereine tatkräftig unterstützt, sondern mit zahlreichen eigenen Veranstaltungen und Bildungsangeboten auch das Profil des Vereins geschärft.
Wir danken Vanessa herzlich für die gemeinsame Zeit und ihre Arbeit und freuen uns, dass sie unserem Verein als Mitglied weiter erhalten bleibt. Ihre offizielle Verabschiedung erfolgt anlässlich der Jubiläumsveranstaltung des Bonner Netzwerks für Entwicklung am 9. Juli.
Ihre Nachfolge tritt zum 1. Juli Julian Karsunky an, der die Stelle seit 2019 seitens des Vorstands betreut hat. „Sicher sind es keine kleinen Fußstapfen in die ich trete, dennoch freue ich mich sehr auf die bevorstehende Aufgabe“, so der designierte Regionalpromotor. „Mein unmittelbares Ziel ist es, an die hervorragende Arbeit meiner Vorgängerin anzuknüpfen und diese sukzessive weiterzuentwickeln.“ Wir wünschen Julian dabei guten Gelingen!
Mittwoch, 5. Mai 2026, 16:00 - 18:00 Uhr, online via WebEx
Das Highlight einer Schulpartnerschaft ist die Begegnung. Um diese Begegnung zu einer Lernerfahrung im Sinne des Globalen Lernens werden zu lassen, ist es wichtig, gemeinsam an einem Thema zu arbeiten, welches globale Zusammenhänge erkennen und verstehen lässt. Das Thema sollte für beide Schulen Potenzial für Auseinandersetzung und Reflexion bieten und an die jeweiligen Lebenswelten der Schüler*innen anknüpfen.
Hier bietet sich das Thema Kinder- und Jugendrechte an. Sie sind immanenter Bestandteil zur Erreichung der Agenda 2030, die eine gerechtere Welt und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen zum Ziel hat.
In unserer gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm ENSA von Engagement Global durchgeführten Fortbildung beschäftigen wir uns
mit der Bedeutung der UN-Kinderrechts-Konvention, welche Relevanz diese für Kinder und Jugendliche weltweit hat und inwiefern Kinderrechte, als Querschnittsthema, für die Erreichung aller 17
nachhaltigen Entwicklungsziele wichtig ist.
Außerdem wird es Ideen und Impulse geben, wie dieses Thema im Rahmen einer Nord-Süd-Schulpartnerschaftsbegegnung umgesetzt werden kann.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Am Mittwoch, den 12.11. feierte die Bonner Filmfair 2025 mit einer exklusiven Vorstellung von „NAWI – Dear Future Me“ im Kinopolis Bad Godesberg ihre Eröffnung. Gut 120 Personen sahen die mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete deutsch-kenianische Ko-Produktion, ein in imposanten Bildern erzähltes, ebenso authentisches wie aufrüttelndes Plädoyer für Kinder-, Frauen- und Menschenrechte.
Im anschließenden Filmgespräch gewährte Caroline Heim, Produzentin von der Münchener FilmCrew Media, faszinierende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Dramas, berichtete von den Dreharbeiten im ländlichen Kenia und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Die Auftaktveranstaltung fand ihren entspannten Ausklang bei einem Empfang vor dem Kinosaal.
Geballte Film-Highlights im November
„NAWI“ markiert indes nur den Auftakt für das vielfältige Programm der Filmfair 2025: Vom 13. bis 27.11. zeigen wir gemeinsam mit unseren Partnern in Bonn, Alfter, Sankt Augustin und Königswinter 11 international prämierte Spiel- und Dokumentarfilme zu unserem diesjährigen Schwerpunktthema „ZusammenLeben – ZusammenWirken“.
Dabei sind viele der zu sehenden Produktionen selbst das Ergebnis fruchtbarer, transnationaler Zusammen-arbeit: Filmschaffende aus Kenia, Japan, Frankreich, Nepal, Marokko, Island und dem Benin beleuchten gemeinsam lokale Perspektiven und globale Entwicklungen. Wir begegnen Menschen, die unterschiedliche Formen des Zusammenlebens praktizieren – und neu denken.
Unsere Filme erzählen inspirierende Geschichten von Gemeinschaft, Zusammenhalt und grenzenloser Solidarität, von historischen Bewegungen und zukunftsträchtigen Innovationen, vom Überwinden von Widerständen und dem Mut zu gesellschaftlicher Veränderung.
Alle Informationen zum Programm und den Angeboten der Filmfair 2025 unter:
https://filmfair.de
https://www.instagram.com/bonnerfilmfair
Am Montag, den 27.10. zeigten wir im Rahmen unserer Filmfair-Reihe in Kooperation mit dem Inklusionsprojekt „Anders sehen“ im Kinopolis Bad Godesberg den Film „Open Ocean“.
Der 46-minütige Dokumentarfilm von Philippe Opigez und Rico Stein gewährt Einblicke in die Welt des inklusiven Surfens im Norden Portugals, wo Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam die Wellen erobern. „Open Ocean“ ist mehr als nur ein Film über das Surfen: Er ist eine inspirierende Reise und nimmt die Zuschauer*innen mit, um zu erleben, wie Menschen mit unterschiedlichen Herausforderungen Barrieren überwinden, um ihrer Leidenschaft nachzugehen.
Nachdem wir Surflehrerin Fritzi, Isabel und Adriani bereits auf der Leinwand kennenlernen durften, beantworteten die drei anschließend im knapp einstündigen Filmgespräch Fragen aus dem Publikum. Neben spannenden Einblicken in die Entstehungs-geschichte des Films und den Aktivitäten von Open Ocean e.V. lag der Fokus dabei vor allem auf Inklusion im Sport sowie anderen Lebensbereichen - und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Wir danken allen Mitwirkenden und Zuschauer*innen für einen inspirierenden Abend und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen bei der Filmfair 2025!
Montag, 08.09.2025, Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn, Raum 1.11
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei „Afrika (be)leuchtet“ kooperieren das Deutsch-Afrikanischen Zentrum (DAZ) und das Netzwerk politik|atelier e.V. erneut im Rahmen der Seminarreihe „Afrikanische Aspekte“. Ab dem 08. September 2025 finden im Haus der Bildung jeden zweiten Montag um 18:00 Uhr insgesamt acht kostenlose Kurzvorträge und Diskussionsveranstaltungen statt.
Wir freuen uns besonders, die Auftaktveranstaltung organisieren zu dürfen: Am 08. September beleuchten wir im Gespräch mit Deutsche-Welle-Journalistin Rachel Nduati historische und gegenwärtige „Frauenbewegungen in Afrika“, dekoloniale und afro-feministische Perspektiven und kontrastieren diese mit westlichen Denkansätzen.
„Afrikanische Aspekte“ ist eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Bonn (VHS), dem Deutsch-Afrikanischen Zentrum (DAZ), der Informationsstelle Südliches Afrika (issa) und der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD). Das Oberthema in diesem Semester ist SDG 10 – weniger Ungleichheit.
Das vollständige Programm finden Sie im untenstehenden Programmheft oder online bei der VHS hier.
Back to school: Nach erfolgreichem Auftakt im vergangenen Jahr bieten wir anlässlich der diesjährigen Bonner SDG-Tage Schulen in der Region erneut kostenlos methodisch und inhaltlich vielfältige Workshop-Formate zur praktischen Vermittlung der globalen Nachhaltigkeitsziele (engl. sustainable development goals, kurz SDGs).
Die einzelnen Workshops sind für unterschiedliche Schulformen und Altersstufen konzipiert und werden von erfahrenen Referent*innen aus dem Programm "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) vor Ort an den Schulen mit Methoden des Globalen Lernens durchgeführt.
Ausführlichere Informationen zu den einzelnen Angeboten und dem Anmeldeverfahren finden Sie in der untenstehenden PDF oder auf unserer Website hier.
Im Rahmen unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 29.06.2025 waren die Vereinsmitglieder turnusmäßig zur Wahl eines Vorstands aufgerufen. Christin Behne und Julian Karsunky wurden für zwei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt, Albrecht W. Hoffmann stand infolge eines Umzugs nicht zur Wiederwahl und scheidet nach vier Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Wir danken Albrecht herzlich für seine langjährige Unterstützung, sein Engagement als Eine-Welt-Promotor, Koordinator der Bonner Filmfair und im Vorstand haben den Verein seit 2019 maßgeblich geprägt.
Mit Gergana Ghanbarian-Baleva und Susanna Matthes begrüßen wir indes gleich zwei neue Gesichter im Vereinsvorstand. Beide sind dem Netzwerk politik|atelier e.V. als aktive Mitglieder und Projektteilnehmerinnen bereits seit vielen Jahren eng verbunden und wollen nun im Vorstand weitere Verantwortung übernehmen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Am 27.01.2024 ist unser ehemaliger Vorstandskollege und langjährige Weggefährte Minh-Hang Ha von uns gegangen. Die Nachricht über sein viel zu frühes Ableben erfüllt uns mit tiefer Betroffenheit und großer Trauer. Angesichts dieses unsäglichen Verlusts gilt unser ganzes Mitgefühl seiner Familie und den Angehörigen.
Minh-Hang war von 2014 bis 2018 als Mitglied des Vorstands und Projektleiter im Netzwerk politik|atelier e.V. aktiv; mit unermüdlichem Einsatz und leidenschaftlichem Engagement hat er den Verein in dieser Zeit maßgeblich geprägt. Über drei Jahre hat Minh-Hang mit dem Projekt "Culture Stage" theaterpädagogische Workshopangebote für Jugendliche in Bonn organisiert und durchgeführt, seine herausragende Arbeit wurde von der Türkischen Gemeinde Deutschland im Rahmen des Programms "MeinLand – Zeit für Zukunft" mit einem Preis ausgezeichnet.
Wir vermissen Minh-Hang als geschätzten und engagierten Freund und Kollegen. Sein Wirken im Verein findet einen ebenso lauten Nachhall wie sein
oft gehörtes und sonores Lachen.
In stillem Gedenken
Christin, Albrecht & Julian
Vorstand Netzwerk politik|atelier e.V.